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Aktuelle Berichte  

KSV Köllerbach nach 9:25-Niederlage in Mömbris-Königshofen ausgeschieden 03.01.2011 

Der KSV Köllerbach ist wie im Vorjahr im Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft ausgeschieden. Die Ringer verloren nach dem 16:15 im Hinkampf gestern den Rückkampf bei der RWG Mömbris-Königshofen mit 9:25.

Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Mömbris/Köllerbach. Der KSV Köllerbach hat den Einzug ins Finale der deutschen Ringer-Mannschaftsmeisterschaft verpasst. Die Köllerbacher unterlagen gestern Abend bei der RWG Mömbris-Königshofen mit 9:25. "Mömbris zieht verdient ins Finale ein", gratulierte ein gefrusteter Köllerbacher Teamleiter Thomas Geid dem Sieger, "wir haben eine tolle Runde gekämpft und stehen unter den besten Vier Deutschlands. Wenn wir eine Nacht darüber geschlafen haben, werden wir auch stolz darauf sein."
Der KSV brachte einen Punkt Vorsprung aus dem 16:15-Heimsieg vom zweiten Weihnachtsfeiertag mit. Schon zwei Stunden vor Kampfbeginn herrschte rund um die Räuschberghalle großer Publikumsandrang. Gut 1700 Zuschauer wollten dabei sein. Erstmals war die RWG in den Nachbarort Hörstein ausgewichen. "Das wird ganz schwer", sagte der Ex-Köllerbacher und heutige Bundestrainer Jannis Zamandouridis vor dem Kampf, "gerade in den höheren Klassen fehlt dem KSV Gewicht."
Die Ausfälle von Kapitän Konstantin Schneider oder Dimitar Kumchev waren im Vorfeld klar. Unter der Woche sagte dann auch noch 96-Kilo-Mann Jimmy Lidberg ab. Der Schwede bekam keine Freigabe von seinem Verband. So kam Alexander Schmidt aus der zweiten Mannschaft gegen Jakob Cedergren zu seinem Bundesliga-Debüt, das nach 120 Sekunden vorbei war. Weltklassemann Cedergren legte den 22-Jährigen in der zweiten Runde auf die Schulter.
Köllerbachs Luben Iliev, eigentlich ein Mann der 84-Kilo-Klasse, lieferte dagegen seinem 21 Kilo schwereren Landsmann Krassimir Kotchev einen starken Kampf, gab in 120 Kilo wie erhofft nur drei Zähler ab.
Doch schon zur Halbzeit lag der KSV mit 3:15 aussichtslos zurück. Venelin Venkov musste in 55 Kilo griechisch-römisch nach gewonnener erster Runde gegen Ceyhun Zaidov in der zweiten Runde auf die Schulter. Emil Milev (66 Kilo griechisch-römisch) wurde in der dritten Runde gegen den deutschen Meister Bengt Trageser disqualifiziert. Milev fand keinerlei Einstellung zum Kampf, war nur auf der Flucht. "Das war sein letzter Auftritt im KSV-Trikot", sagte Geid wütend, "eine solche Vorstellung geht gar nicht". Da half auch der 3:0-Erfolg von Naranbaatar Bayaraa gegen Krasimir Krastanov nichts. Im bis dahin besten Duell des Abends boten beide Kämpfer schnelle Aktionen und spektakuläre Wertungen. "Ich war mir 100 Prozent sicher, dass ich gewinne", sagte der Mongole und hoffte auf ein Wunder: "Ich glaube immer an meine Mannschaft."
Doch das Wunder blieb aus. Konstantin Völk (84 Kilo Freistil) unterlag dem deutschen Meister Peter Weisenberger nach 2:0-Führung noch 2:3. Der Mömbriser nutzte die Knieverletzung des KSV-Athleten eiskalt aus. Als dann um 18.47 Uhr auch Freistilmann Martin Daum in 66 Kilo gegen Saba Bolaghi mit 1:3 verlor, stand die RWG Mömbris-Königshofen im Finale.
Jan Fischer (84 Kilo griechisch-römisch) blieb beim 0:1 gegen Fisnik Zahiti ohne eigene Wertung, Timo Badusch war gegen Benjamin Stange chancenlos. Andriy Shyyka sorgte in 74 Kilo Freistil über Paata Nozadze noch für Ergebniskosmetik. Am deprimierenden 9:25-Endstand änderte das wenig.
Quelle: SZ-online

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