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Der KSV Köllerbach verliert gegen Wacker Burghausen mit 10:1323.12.2018 

Das Los entschied, dass sich die Wege des deutschen Mannschaftsmeisters SV Wacker Burghausen und des deutschen Mannschaftsvizemeisters KSV Köllerbach bereits im diesjährigen Play-off-Viertelfinale kreuzten. Zuletzt waren die beiden Staffeln aus Bayern und dem Saarland erst im Finale aufeinandergeprallt. So begann der erste Teil des mit großer Spannung erwarteten Ringer-Revivals am Samstagabend (22. Dezember) im Püttlinger Trimmtreff „Viktoria“ zunächst mit einem Heimkampf für die Mannschaft von Teamleiter Thomas Geid. Der Köllerbacher Mannschaftsverantwortliche konnte gegen das Top-Team aus Bayern leider nicht seine beste Truppe auf die Matte bringen. Denn mit Greco-Ringer Timo Badusch fehlte in der 75 kg-Klasse ein wichtiger Baustein, der das saarländische Mannschaftsfundament ganz erheblich schwächte. Der Polizeikommissar und Köllerbacher Publikumsliebling war in der Merziger SHG-Klinik von Mannschaftsarzt Klaus Johann am letzten Montag wegen einer Trainingsverletzung an der Schulter operiert worden und fiel somit für den Spitzenkampf gegen Burghausen aus. So konnte der Spezialist für die klassische Stilart an diesem Abend zwangsläufig nur eine Zuschauerrolle einnehmen. Und so feuerte er In der Köllerbacher Trainer-Ecke seine Mannschaftskameraden lautstark und leidenschaftlich an.

Bei den zehn Mannschaftskämpfen gingen Timo Badusch und die 600 Zuschauer im Püttlinger Trimmtreff durch ein Wechselbad der Gefühle, mussten aber am Ende des Aufeinandertreffens den 13:10-Sieg von Burghausen über Köllerbach anerkennen. Festzustellen bleibt allerdings, dass für den KSV ein Remis oder sogar ein knapper Sieg durchaus im Bereich des Möglichen war. Im ersten Kampf sorgte in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 kg der Köllbacher Freistil-Spezialist Andrii Yatsenko, seines Zeichens Vize-Europameister des Jahres 2016 und WM-Dritter des Jahres 2017, schnell für klare Verhältnisse. Der Ukrainer drückte seinen Kontrahenten Mansur Dakiev bereits nach 34 Sekunden auf beide Schultern. In der schwersten Gewichtsklasse bis 130 kg kam es dann in der griechisch-römischen Stilart zu einem Duell zweier internationaler Ringer-Größen. So setzte der KSV Köllerbach erstmals in dieser Runde seinen aus Estland stammenden Schwergewichtler Heiki Nabi ein, der zuletzt bei der WM in Paris Platz fünf belegt hatte. Burghausen griff dagegen auf den serbischen Vize-Europameister Mihail Kajala zurück. Der Neuzugang des SV Wacker Burghausen hatte sich bei der WM 2018 in Paris die Bronzemedaille gesichert. Bei dem Duell im Trimmtreff entpuppte sich Heiki Nabi als der aktivere Ringer und das honorierte auch das Kampfgericht mit Mattenleiter Bernd Vollmer (VfK Mühlenbach), Mattenpräsident Antonio Silvestri (TSV Benningen) sowie Punktrichter Andreas Adam (SV Nackenheim). So wurde Kajala mit Verwarnungspunkten wegen Passivität belegt, die sich auf Heiki Nabis Wertungskonto als wertvolle Pluspunkte niederschlugen. Nach den vollen sechs Kampfminuten ging der Este in den Diensten des KSV Köllerbach mit einem 4:0-Punktsieg von der Matte.

In der Klasse bis 61 kg (griechisch-römische Stilart) musste sich der Köllerbacher Valentin Seimetz als Freistil-Ringer in den Dienst der Mannschaft stellen und sich als Greco-Athlet betätigen. Und bei diesem Vorhaben hatte er es gegen den Ex-Nürnberger Fabian Schmitt natürlich sehr schwer. Der dreifache deutsche Vize-Meister aus Burghausen lag nach rund fünf Minuten mit 16:0 vorne und wurde damit vom Kampfgericht als technisch überlegener Punktsieger ausgerufen. Im Halbschwergewicht kam es dann in der Klasse bis 98 kg zu einem Duell zweier alter Freistil-Bekannter. Denn Gennadij Cudinovic (KSV Köllerbach) und Erik Thiele (Wacker Burghausen) kennen sich von vielen DRB-Nationalkader-Lehrgängen in- und auswendig. So war es natürlich ein Kampf auf Augenhöhe zwischen dem Polizeikommissar Cudinovic und dem Polizeikommissaranwärter Thiele. Dank einer gut angesetzten Schleuder kurz vor dem Schlussgong entschied der Köllerbacher Freistil-Ringer den Kampf mit 3:2 Punkten für sich. Die Begegnung zwischen Cudinovic und Thiele wurde von KSV-Teamleiter Thomas Geid als „Kampf des Abends“ bewertet und mit T-Shirts als Dankeschön bedacht.

Im fünften Kampf des Abends standen sich in der Klasse bis 66 kg erneut zwei Freistil-Ringer gegenüber. So musste der Köllerbacher Nico Zarcone gegen den dreifachen Europameister Cengizhan Erdogan auf die Matte. Der neue Ringer des SV Wacker Burghausen stammt aus der russischen Föderation und besitzt jetzt die türkische Staatsangehörigkeit. Gegen diesen internationalen Top-Mann stand der italienische Meister Nico Zarcone auf verlorenem Posten, denn nach knapp fünf Minuten stand es 16:0 für den Türken und der war damit überlegener technischer Punktsieger. Viele Jubel kam in der 86 kg-Klasse auf, als die beiden Greco-Ringer Erik Szilvassy (KSV Köllerbach) und Eugen Ponomartschuk (Wacker Burghausen) auf die Matte mussten. Der junge Ungar, der U 23-Weltmeister 2017 ist und die erste Saison bei dem saarländischen Bundesligisten in Diensten steht, lieferte gegen Burghausens Trainer Ponomartschuk einen tollen Kampf ab und siegte mit 12:0 Punkten sehr überzeugend.

Der Köllerbacher Greco-Ringer Etienne Kinsinger rückte uneigennützig in die 71 kg-Klasse hoch und bekam es dort mit dem dreifachen deutschen Vize-Meister Matthias Maasch zu tun. Der Saarländer wehrte sich vehement und gab kämpferisch alles, konnte aber letztendlich die 1:4-Punktniederlage nicht vermeiden. Auch in der Freistil-Klasse bis 80 kg stellte der SV Wacker Burghausen am Samstagabend den Sieger. So bezwang der zweifache deutsche Meister Benjam Sezgin den Köllerbacher Bulgaren Miroslav Kirov knapp mit 2:0 nach Punkten. In der Klasse bis 75 kg (A) kam es zum Duell zwischen dem Köllerbacher Freistil-Trainer und Kapitän Andrij Shykka und Magomedmurad Gazhiev, der als Russe mit polnischem Pass für Wacker Burghausen ringt. Beide Ringer schenkten sich wahrlich nichts und so entwickelte sich ein Kampf auf des Messers Schneide. Nach sechs Minuten gelang Gazhiev ein ganz knapper 2:1-Punktsieg.

Auch der letzte Kampf des Abends in der Klasse bis 75 kg (B) war eine richtig spannende Angelegenheit voller Nervenkitzel. So wuchs Marc-Antonio von Tugginer vom KSV Köllerbach gegen Michael Widmayer förmlich über sich hinaus, denn der Saarländer lag nach den ersten drei Minuten schon mit 7:1 Punkten vorn, konnte dann aber im zweiten Durchgang die 8:9-Punktniederlage nicht verhindern.

Am nächsten Samstag (29. Dezember) muss der KSV Köllerbach um 19.30 Uhr in der Salzach-Stadt Burghausen zum Play-off-Rückkampf antreten.

Weitere Informationen
 Infos SV Wacker Burghausen
 Info PlayOff

Samstag 22.12.2018 19:30 Uhr  Play Off - Viertelfinale Hinkampf
KSV KöllerbachSV Wacker Burghausen
Nr Gew Stil Name   Name Wertung Punkt Gesamt  
1 57 FR Andrii Yatsenko   :   Mansur Dakiev 4  :  0  4   :   0  4  :  0  SS
2 130 GR Heiki Nabi   :   Mihail Kajaia 4  :  0  2   :   0  6  :  0  PS
3 61 GR Valentin Seimetz   :   Fabian Schmitt 0  :  16  0   :   4  6  :  4  TÜ
4 98 FR Gennadij Cudinovic   :   Erik Thiele 3  :  2  1   :   0  7  :  4  PS
5 66 FR Nico Zarcone   :   Cengizhan Erdogan 0  :  16  0   :   4  7  :  8  TÜ
6 86 GR Erik Szilvassy   :   Eugen Ponomartschuk 12  :  0  3   :   0  10  :  8  PS
7 71 GR Etienne Kinsinger   :   Matthias Maasch 1  :  4  0   :   2  10  :  10  PS
8 80 FR Miroslav Kirov   :   Benjamin Sezgin 0  :  2  0   :   1  10  :  11  PS
9 75 FR Andrej Shyyka   :   Magomedmurad Gazhiev 1  :  2  0   :   1  10  :  12  PS
10 75 GR Marc-Antonio von Tugginer   :   Michael Widmayer 8  :  9  0   :   1  10  :  13  PS
Endergebnis    10  :  13  
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Viertelfinale KSV köllerbach vs SV Wacker Burghausen

Viertelfinale KSV köllerbach vs SV Wacker Burghausen
 

© KSV Köllerbach & Klaus Konstroffer   

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