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KSV Köllerbach steht fast schon mit beiden Beinen im Viertelfinale09.01.2022 

Foto: Oliver Stach
(Foto Oliver Stach)
Nach der Auslosung der Play-Off-Runde freute man sich im KSV-Lager. Denn jeder dachte, es käme nicht nur zum Kampf KSV Witten gegen den KSV Köllerbach, sondern auch zum Kräftemessen der befreundenden Fanclubs beider Teams. So hatte der Köllerbacher Anhang auch schnell einen Bus gebucht, um die Reise zu den Freunden aus dem Ruhrpott antreten zu können. Aber es sollte anders kommen, als erwartet. Nach knapp einer Woche kam die Meldung aus Witten, dass in NRW, coronabedingt, zu überregionalen Wettkämpfen keine Zuschauer zugelassen sind. Somit kam es zum ersten „Geisterkampf“ für die KSV-Wölfe.
Gegen die ersatzgeschwächte Wittener Mannschaft konnte das Team von Teamleiter Geid, ohne große Mühe, einen 4 : 27 Sieg mit ins Saarland nehmen.
Einen schnellen Auftaktsieg erlangte unser dritter Weltmeister Horst Lehr (57 kg FR) gegen den jungen Eren Aslan, mit 16 : 0 technisch überlegen. Im sogenannten Schwergewicht trafen zwei „Leichtgewichte“ aufeinander, denn beide Ringer blieben mit ihrem Gewicht unter der Hundertkilogrenze. Unser Kilian Schäfer (130 kg GR) konnte, nach anfänglicher Führung, den Kampf jedoch nicht zu seinen Gunsten entscheiden und verlor, nach sechs Kampfminuten, unglücklich mit 6 : 8 Punkten gegen Kiril Kildau. Im dritten Kampf legte Hakan Murat Cankaya (61 kg GR) seinen Gegner vom KSV Witten, Calvin Stiller, mit einem „blitzsauberen“ Kopfhüftschwung in der ersten Minute auf die Schultern. Vier Mannschaftspunkte gab es darauf auch für den Köllerbacher Akhmed Bataev (98 kg FR). Er fertigte sein Gegenüber, Nick Jacobs, mit 16 : 0 Punkten ab. Die zweite Niederlage im ersten Kampfabschnitt für das Team von der Saar musste dann Nils Klein (66 kg FR) gegen den international erfahrenen Moldavier Andrei Perpelita hinnehmen. Nils verlor mit 0 : 8 Punkten und damit stand das Pausenergebnis von 4 : 12 fest.
Nach einer 10 minütigen Pause gab es nur noch Siege für unsere Wölfe. Unser Bulgare Sheble Mohamed Abdelslam (86 kg GR) eröffnete den zweiten Kampfabschnitt mit einem 16 : 0 Sieg gegen den 41 jährigen Ersatzringer Erkan Kaymak. Marc - Antonio von Tugginer (61 kg GR) konnte gegen den frech aufringenden jungen Niederländer Bredi Slinkers mit 12 : 4 Punkten gewinnen. Mit Maxim Vasilioglo und Miroslav Kirov (80 kg FR) gab es dann ein internationales Duell auf der Matte. Der Köllerbacher siegte, mit all seiner Erfahrung und Routine, mit 7 : 0 Punkten. Erneut vier Mannschaftspunkte strich Kapitän Timo Badusch (75 kg GR) mit einem Schultersieg gegen Noah Englich nach drei Kampfsekunden bei. Hier ist erwähnenswert, dass sich der junge Wittener mit einer Bänderverletzung in den Dienst seiner Mannschaft gestellt hatte. Andrey Shykkas (75 kg FR) für den Gegner gewohnt unangenehmer Ringstil setzte dann gegen Gregor Eigenbrodt mit 6 : 0 den Schlussstrich unter dieses ungleiche Mannschaftsduell. Mit einem 27 : 4 Sieg in der Tasche konnte das Team um Teamleiter Geid und Mannschaftsführer „Eddy“ Cakmak die Heimreise ins Saarland antreten. Zuvor freute sich das Köllerbacher Team jedoch noch über eine Supergeste des Fanclubs der Ruhrstädter, denn er überreichte unseren Wölfen einen Gutschein für das gemeinsame Mannschaftsessen in Witten.
Vorsitzender Hilmar Rehlinger:“ Es war schon eine verdammt gespenstische Atmosphäre in der Halle, wenn man nur eine Matte mit zwei Mannschaften sieht und ein paar ehrenamtiliche Helfer. Wir werden am Montag erfahren, in welcher Form wir den Rückkampf am kommenden Samstag durchführen dürfen. Es wird ein Gespräch mit Vertretern der Stadt Püttlingen hierzu geben. Der Kampf wird auf jeden Fall am 15.01.22 um 19:30 Uhr in der Kyllberghalle stattfinden. Geplant ist auch ein Livestream, hier müssen aber auch noch die technischen Möglichkeiten abgecheckt werden.“

Foto: Oliver Stach

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© KSV Köllerbach & I&W Bauer   

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